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Niccolo Machiavellis Auffassung vom Ursprung der Stadt Florenz und die communis opinio der modernen Forschung
(Robert Davidsohn)

Florenz gilt heute in der modernen Forschung wie in der Populärliteratur unisono als Kolonialgründung Caesars. Von einer etruskischen Vorgängersiedlung ist in der Literatur so gut wie nicht mehr die Rede:
 diese sei zur Zeit der Bürgerkriege durch Sulla dem Erdboden gleichgemacht worden, weshalb sie materiell für die Anlage der römischen Kolonialsiedlung keine Rolle spiele.

Noch vor 1900 urteilten Florentiner Gelehrte jedoch ganz anders und beschrieben die etruskische Ursprungssiedlung als Grundlage für die nachfolgende römische Kolonie, wobei sie sich nicht zuletzt auf Machiavelli beriefen. Gegen diese Auffassung wandte sich um 1900 vor allem Robert Davidsohn

In einem umfangreichen Kapitel beweist nun Gerhard Straehle, daß die These Davidsohns von einer völligen Neugründung von Florenz unter Caesar auf der nachweislich falschen Interpretation einer antiken Quelle (Florus) beruht, wobei Davidsohns Interpretation dieser Quelle Züge einer bewußten Quellenfälschung aufweist...

Am 8. November 1520 erhielt Niccolò Machiavelli vom Magistrat der Stadt Florenz den Auftrag, gegen eine jährliche Vergütung von 100 Fiorini eine Geschichte von Florenz zu verfassen. Dieser ehrenvolle Auftrag an Machiavelli war auf Betreiben des Kardinals Giuilo de' Medici zustandegekommen und bezeichnete eine Art öffentlicher Versöhnung zwischen dem ehemaligen Sekretär der Kanzlei der Florentiner Republik und den Medici, deren Rückkehr in die Stadt 1512 das Ende der politischen Karriere Machiavellis bedeutet hatte. Ein Jahr später war Machiavelli im Zusammenhang mit einer Verschwörung gegen die Medici auf sein Landgut Albergaccio bei San Casciano in der Val di Pesa verbannt worden, wo er in erzwungener Muße seine Hauptwerke, 'Il Principe' (1513), die 'Discorsi sopra la prima decade di Tito Livio' (1516-1519) und das Theaterstück 'Mandragola' (1518) verfaßte.  (1)

(1)        Vgl. Brucker 1984, S. 256; und J.R. Hale in: Encyclopedia of the Italian Renaissance, London          1981, S. 195, s.v. Machiavelli.

Nach der Wahl Giovanni de' Medicis zum Papst (Leo X.) 1513 und dessen Weggang nach Rom nahmen in Florenz Lorenzo de' Medici, seit 1516 Herzog von Urbino und Giulio de' Medici, seit 1513 Bischof von Florenz und gleichzeitig Vormund des Lorenzo, die Interessen der Familie wahr, doch scheiterte Lorenzos Versuch, in Florenz ein Herzogtum zu errichten, an der Opposition des anfänglich medicifreundlichen Adels. Erst nach Lorenzos Tod 1519 vermochte Giulio die Lage zu konsolidieren und durch Wiedereinrichtung regulärer Wahlen für die öffentlichen Ämter und eine umsichtige Verwaltung auch ehemalige Medici-Gegner an sich zu binden. Seiner Fürsprache verdankte Machiavelli, wie erwähnt, den Auftrag zur Abfassung des Florentiner Geschichtswerkes, und dem 1523 zum Papst (Clemens VII.) gewählten Giulio widmete er das Werk nach Abschluß der Arbeiten im Mai 1525.  (2)

(2)         Machiavelli erhielt im Juni 1525 von Clemens VII. eine zusätzliche Vergütung von 120 Dukaten und wurde vom Papst 1526 zum ‘provveditore alle mura’ ernannt.  (Vgl. Montevecchi 1971, S. 47.)

Machiavellis ursprüngliches Konzept zielte auf eine Konzentration der Darstellung der Florentiner Geschichte auf den Zeitraum nach der Rückkehr Cosimo il Vecchios 1434 aus dem Exil, doch entschloß er sich nachträglich in bewußter Anlehnung an seine humanistischen Vorgänger, der Geschichte des Quattrocento einen Rekurs auf die Anfänge der Stadt voranzustellen. Das in acht Bücher gegliederte Geschichtswerk ließ er - sicherlich auch mit Rücksicht auf seinen Förderer Giulio de' Medici - mit dem Tode Lorenzo il Magnificos 1492 enden, (3) so daß die Zeit unter Piero de' Medici bis zu dessen Verbannung (1494), die Regierung Savonarolas (1494-1498) und Machiavellis eigene Tätigkeit im Dienst der Republik (1498-1512) nicht mehr behandelt ist.

(3)         „questa fu forse una delle cause per cui le Istorie (...) si arrestarono alla morte di Lorenzo il Magnifico.”  (ebd.)

Während Machiavelli im ersten Buch den größeren Rahmen der Geschichte Italiens vom Fall des römischen Reiches bis zum 15. Jahrhundert absteckt, kommt er im zweiten Buch auf die Ursprungsgeschichte von Florenz zu sprechen. Hierbei beruft er sich wiederholt auf Historiographen, welche diese Tradition entscheidend geprägt hatten, namentlich auf Giovanni Villani, Leonardo Bruni und Flavio Biondo. (4)

(4)         Zu den Quellen von Machiavellis ‘Istorie Fiorentine’ vgl. op.cit., S. 48.

Machiavelli läßt erkennen, daß er deren Berichte zum Teil übernimmt, ohne sie zuvor einer quellenkritischen Prüfung unterzogen zu haben. So gibt er z.B. kommentarlos die Nachricht Villanis und Biondos von der Zerstörung von Florenz unter Totila und dem erst 250 Jahre später erfolgten Neuaufbau unter Karl dem Großen wieder, (5) obwohl schon Bruni (den Machiavelli wiederum für andere Passagen zum Führer nimmt) die Unhaltbarkeit dieser Geschichtskonstruktion dargelegt hatte. (6)

(5)         „E quando quello imperio fu da’ barbari afflitto, fu ancora Florentia da Totila re degli Ostrogoti  disfatta, e dopo 250 anni di poi da Carlo Magno riedificata.”  (Machiavelli, ed. Montevecchi, S. 342)

(6)         Vgl. Bruni, Historiae Florentini populi, ed. Santini, S. 24.

Nur bei der Schilderung der eigentlichen Gründungsgeschichte der Stadt gibt Machiavelli sich nicht mit der bloßen Nacherzählung einer der überlieferten Versionen zufrieden, sondern versucht unter Auswertung der Quellen ein konsistentes Bild von der frühen Entwicklung der Stadt zu geben. Unter Berufung auf Dante und Villani, die in der Geschichte der Florentiner Historiographie seit dem Trecento immer als Zeugen für die römische Gründung der Stadt angeführt wurden, setzt Machiavelli die Anfänge der Stadt viel früher, nämlich in die etruskische Zeit und gibt eine Darstellung, welche von allen zuvor berichteten Ursprungsgeschichten in frappanter Weise abweicht:

    'Es ist völlig ausgemacht, nach den Beweisen, die Dante und Johann Villani darüber geführt haben, daß die Stadt Fiesole, auf dem Gipfel des Berges liegend, um ihren Märkten stärkeren Zulauf, und denen, die sie mit ihren Waren besuchen wollten, größere Bequemlichkeit zu verschaffen, den Ort zu denselben nicht auf der Anhöhe, sondern in der Ebene zwischen dem Fuße des Berges und dem Fluße Arno bestimmt hatten. Diese Märkte sind nach meiner Meinung die Veranlassung zu den ersten Gebäuden gewesen, die an diesem Orte errichtet wurden, weil die Kaufleute bequeme Niederlagen zur Aufnahme ihrer Waren haben wollten, woraus dann mit der Zeit ganz feste Gebäude geworden sind.'  (7)

(7)         Machiavelli, ed. Neumann, S. 77.
   „Egli é cosa verissima, secondo che Dante e Giovanni Villani dimostrano, che la città di Fiesole sendo posta sopra la sommità del monte, per fare che i mercati suoi fussero più frequentati e dare più commodità a quelli che vi volessero con le loro mercanzie venire, aveva ordinato il luogo di quelli non sopra il poggio, ma nel piano intra le radice del monte e del fiume d’Arno. Questi mercati giudico io che fussero cagione delle prime edificazioni che in quelli luoghi si facessero, mossi i mercatanti da il volere avere ricetti commodi a ridurvi le mercanzie loro, i quali con il tempo ferme edificazioni diventorono;”
(Machiavelli, ed. Montevecchi, S. 341)
       Machiavellis Berufung auf Villani als Zeugen für die Existenz eines Fiesolaner Marktfleckens als Keimzelle des späteren Florenz muß irritieren, denn bei Villani steht am Beginn der Geschichte von Florenz die Vernichtung von Fiesole („Distrutta la città di Fiesole, Cesare con sua oste discese al piano presso alla riva del fiume d’Arno, (...) e in quello luogo fece cominciare ad edificare una città, acciò che Fiesole mai non si rifacesse (...).”  Villani I, 38, ed. Dragomanni I, S.59)
         Machiavelli stützt sich offensichtlich auf eine andere, eher beiläufige Bemerkung Villanis, die weder in die populäre Florentiner Tradition eingegangen ist noch von der Forschung - soweit ich sehe - rezipiert wurde: Im Bericht des Chronisten von der Errichtung des Marstempels heißt es nämlich, daß der ehemalige Marstempel an eben der Stelle erbaut worden sei, wo früher der Marktplatz von Fiesole gelegen habe („(...) e fondaro e edificaro il detto tempio nel luogo (...) dove i Fiesolani faceano loro mercato.” Villani I, 42, a.a.O., S. 65; Herv.,G.S.).
         Was Machiavellis Verweis auf Dante anlangt, so spricht der Dichter der Divina Commedia nur von einer späteren Fiesolaner Zuwanderung nach Florenz und der daraus resultierenden Vermischung der ehemals nur aus römischen Abkömmlingen bestehenden Florentiner Bevölkerung.
         Hierbei äußert sich Dante mit Abscheu über dieFiesolaner Zuwanderer als dem ‘Vieh von Fiesole‘ („le bestie fiesolane”; Inferno XV, 73) [Übersetzung Hertz], welche er gegen die verbliebenen Nachkommen der Römer („la sementa santa di que’ Roman”; op.cit., S. 76f.) abgrenzt. Dante handelt also von der gegensätzlichen Rolle beider Bevölkerungs- schichten in der Entwicklung seiner Vaterstadt (seit der Zeit seines Urahns Cacciaguida), und nirgends erscheint bei ihm Fiesole als Mutterstadt von Florenz (vgl. Rubinstein 1942, S. 223 f.). 
         In der Forschung wird Paradiso XV, 124-126 gelegentlich in diesem Sinne gedeutet (vgl. Del Monte 1950, S. 180 u. Rocchi 1996, S. 32), doch geht es an dieser Stelle nur ganz allgemein um die sagenhafte Frühzeit Italiens mit Geschichten ‘von Trojanern, Rom und Fiesole’, welche Dante eine Mutter bei der Arbeit am Spinnrocken ihren Kindern erzählen läßt, ohne daß sich hieraus eine bestimmte Auffassung vom Ursprung der Stadt Florenz entnehmen läßt.

Hatten Villani (den Machiavelli als Zeugen anruft), Salutati, Bruni, Polizian und früher schon die Chronica de origine civitatis des 13. Jahrhunderts die Gründung der Stadt immer als Tat römischer Siedler berichtet und deren vornehme Abkunft hervorgehoben, so erscheint in Machiavellis Bericht Florenz als Tochtergründung von Fiesole und damit in Abhängigkeit von derjenigen Stadt, welche im Geschichtsbild der früheren Historiographen den Part eines Erbfeindes eingenommen hatte, deren Vernichtung (nicht deren Wohlfahrt) die Existenzgrundlage der neuen Siedlung am Arno abgegeben hatte.

Bei Machiavelli aber verdankt die Siedlung am Arno ihre Entstehung Fiesolaner Handelsgeist; sie erscheint als wohlkalkuliertes Unternehmen gewinnorientierter Kaufleute, welche ihre Niederlassung im Tal anfangs nur mit den notwendigsten Einrichtungen versehen. Die frühesten Bauwerke von Florenz sind Warenlager - nicht Tempel- oder Thermenanlagen -, und erst nach und nach werden die Gebäude auch fest (ferme), d.h. in Stein erbaut. Eine erste Vergrößerung erfährt die neue Siedlung durch die äußere Beruhigung Italiens nach den punischen Kriegen, (8) eine weitere durch die Ereignisse, welche die früheren Geschichtsdarstellungen erst als die eigentliche Gründungsgeschichte von Florenz berichtet hatten:

    'Zuerst wurden von Sulla und hernach von jenen drei römischen Bürgern, die, nachdem sie Cäsars Tod gerächt, sich in das Reich theilten, Colonien nach Fiesole gesandt, die entweder alle, oder doch zum Theil ihren Wohnsitz in der Ebene neben dem schon angelegten Flecken aufschlugen. Durch diesen Zuwachs ward der Ort so reich an Gebäuden und Menschen, so wie an allen bürgerlichen Einrichtungen, daß er unter den Städten Italiens mit aufgezählt werden konnte.' (9)

(8)         „e di poi, quando i Romani, avendo vinti i Cartaginesi, renderono dalle guerre forestiere la Italia secura, in gran numero moltiplicorono.”  (ebd.)

(9)         Machiavelli, ed. Neumann, S. 78; Herv., G.S.
       „Da Silla adunque in prima e di poi da quelli tre cittadini romani i quali dopo la vendetta fatta di Cesare’ si divisono lo imperio, furono mandate a Fiesole colonie; delle quali o tutte o parte posono le abitazioni loro nel piano presso alla già cominciata terra; tale che per questo augumento si ridusse quello luogo tanto pieno di edifici e di uomini e di ogni altro ordine civile, che si poteva numerare intra le città di Italia.”  (ed. Montevecchi, S. 341; Herv., G.S.)

Die hier von Machiavelli dargelegte Auffassung einer Kontinuität der etruskischen und römischen Florentia wurde am Ende des 19. Jahrhunderts auch von der modernen historischen Forschung positiv rezipiert, (10) jedoch von Robert Davidsohn im ersten Band seines Monumentalwerks der 'Geschichte von Florenz' (und dem gleichzeitigen Kommentarband der 'Forschungen') entschieden zurückgewiesen.

(10)      Vgl. Villari 1893, S. 59.

An Stelle "der unrichtigen Auffassung (..), die römische Kolonie sei auf dem Boden des älteren (...) Municipiums errichtet worden" (11) vertrat Davidsohn die These vom Untergang der etruskischen Siedlung im sullanischen Bürgerkrieg und von einem erst mehr als zwei Jahrzehnte später erfolgten Neuaufbau an einer weiter flußabwärts gelegenen Stelle z.Zt. Caesars.

(11)     Forschungen I, S. 1.

Da Davidsohn als Zeugen für diesen "Irrthum, den es zu widerlegen gilt" (12) nicht zuletzt Machiavelli nennt, und Davidsohns Darstellung heute allgemein akzeptiert wird, sollen seine Argumente und die Machiavellis gleichsam in einem Dialog über die Jahrhunderte hinweg zusammengeführt und miteinander verglichen werden.

(12)     op.cit., S. 2.

Die  Beschreibung Davidsohns von der Entstehung der etruskischen Florentia weist zunächst große Ähnlichkeit mit dem Bericht Machiavellis auf, denn auch der moderne Forscher bezeichnet die Siedlung am Arno als Tochtergründung und Handelsniederlassung der etruskischen Bergstadt Fiesole:

    "Die Lage auf dem Berge gab Sicherheit, als die Völkerwogen durch die Ebene und an der Bergfeste vorbeiflutheten, aber auch der Verkehr friedlicher Perioden suchte die ebenen Wege und zog in einiger Entfernung an Fäsula vorüber. So entschloß man sich, in geringster Entfernung am Flußufer eine Tochterstadt zu erbauen (...)." (13)

(13)     Davidsohn, Geschichte I, S. 3.

Und auch bei der Lokalisierung der späteren römischen Kolonie scheint sich Davidsohn an den Ausführungen Machiavellis zu orientieren, denn dieser hatte sie als "nel piano presso alla già cominciata terra" bezeichnet, während Davidsohn die römische Siedlung nur eineinhalb Kilometer westlich der etruskischen Niederlassung lokalisiert.  (14)

(14)     Vgl. Machiavelli, ed. Montevecchi, S. 341 und Davidsohn,  Forschungen I, S. 1.

Die entscheidende Abweichung Davidsohns von seinem früheren Kollegen liegt dann aber in der Annahme einer Zäsur zwischen etruskischer und römischer Florentia: die etruskische Siedlung sei im Bürgerkrieg durch Sulla restlos zerstört worden. Machiavelli hingegen betont ausdrücklich, daß die römische Kolonie eine Erweiterung (augmento) der fortbestehenden etruskischen darstelle; diese Erweiterung habe deren Entwicklung zur Stadt entscheidend gefördert und dazu geführt, daß sie bereits 17 n.Chr. bei Tacitus gleichberechtigt neben anderen toskanischen Städten erscheint und vor dem römischen Senat ihre Interessen vertreten konnte.  (15)

(15)     Vgl. Machiavelli, a.a.O., S. 342.

Wie begründet nun Davidsohn seine These einer völligen Zerstörung von Florenz? Er entwickelt sie in Ausdeutung einer Stelle im Geschichtswerk des Florus, eines römischen Geschchtsschreibers des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts der Zeit Hadrians, (16) in der von der Konfiszierung einiger blühender italischer Landstädte - darunter Florenz - im Bürgerkrieg durch Sulla die Rede ist und anschließend vom Los der Bürgerschaft von Sulmo berichtet wird, welches Davidsohn auch auf das Schicksal der zuvor genannten Städte rückbezieht. Die betreffende Passage bei Florus lautet:

    "municipia Italiae splendidissima sub hasta venierunt, Spoletium, Interamnium, Praeneste, Florentia. Nam Sulmonem, vetus oppidum socium atque amicum - facinus indignum - non expugnat aut obsidet iure belli; sed quod modo morte damnati duci iubentur, sic damnatam civitatem iussit Sulla deleri". (17)

(16)     Die Identität des Verfasser der Epitomae de Tito Livio bellorum omnium annorum DCC (so der in einigen Handschriften überlieferte Titel des Werks) mit einem Dichter oder einem Rhetor gleichen Namens (deren Werke ebenfalls in das zweite nachchristliche Jahrhundert datiert werden) ist in der Forschung umstritten.
         Die Quellen für Florus’ Epitome (lat. Epitomae), eine Zusammenstellung aus Exzerpten früherer Geschichtswerke, sind nicht nur Livius (von dem das Werk seinen Namen hat), sondern auch Caesar, Sallust, Seneca d.Ä. und Tacitus. Florus entwirft ein Gesamtbild der römischen Entwicklung, wobei er jedoch auf Vollständigkeit der Ereignisse keinen Wert legt. Im gesamten Mittelalter ist Florus historischer Schulautor und seiner zusammenfassenden Darstellung wegen geschätzt. Noch Petrarca benutzt Florus und lobt seinen Stil. (Vgl. Albrecht 1994, S. 1120 – 1127.)

(17)     Epitome II, 9, 27 f., ed. Halm, S. 76.

Gegen eine Übersetzung der Florus-Stelle "municipia ... sub hasta venierunt" mit 'die Landstädte wurden versteigert' wendet sich nun Davidsohn entschieden, indem er a) einen merkwürdigen Unterschied trifft zwischen 'Versteigerung' und 'Versteigerung des Bodens', b) von der Zerstörung Sulmos spricht und dessen Schicksal auf Florentia und die anderen municipia überträgt und c) 'Versteigerung' als gleichbedeutend mit 'Zerstörung' setzt:

    "Daß 'Florenz durch Versteigerung in der Gewalt der Sullanischen Veteranen blieb', ist nirgendwo auch nur andeutungsweise gesagt, sondern nur, daß der Boden versteigert ward (Flori Epit. II, 9, 27), was nach einer anderen Stelle (Ib. 28 betr. Sulmo) mit der Zerstörung gleichbedeutend gesetzt werden muß (...)."  (18)

(18)     Forschungen I, S. 7 f.; Herv., G.S.
         Rubinstein (1942, S. 203 u. S. 226) führt die Florus-Stelle im Zusammenhang seiner Erörterung der Gründungsgeschichte von Florenz gleichfalls an, verwirft sie aber unter Berufung auf das Urteil von Martin Schanz in dessen ‘Geschichte der römischen Literatur’, Band III ( 3. Auflage, München 1922, S. 70) als unzuverlässig: „As to the value of Florus’ assertion, the Epitoma is so far from reliable that we can hardly accept the fact on its authority only.” (op.cit., S. 203.)
         In der Tat urteilt Schanz sehr abwertend über den Geschichtsschreiber Florus: „(...) sein Werkchen ruht auf der Grundlage der römischen Geschichte, aber es ist keine eigentliche Darstellung derselben. (.....) historische Schnitzer hat er in Fülle verbrochen” (a.a.O. S. 70).
         Die mangelnde Zuverlässigkeit des Florus („far from reliable” und „unreliable”; Rubinstein op.cit. S. 203 u. S. 226) enthebt den späteren Forscher jedoch nicht der Aufgabe zu überprüfen, ob Florus auch im Bericht von der Einnahme und Versteigerung von Florenz einen „historischen Schnitzer” (Schanz) begangen hat. Und hier gibt es keinerlei Hinweise auf eine fehlerhafte historische Überlieferung bei Florus und auch kein Motiv, das den Verfasser der Epitome veranlaßt haben könnte, die Einnahme und Versteigerung von vier blühenden italischen municipia während des Bürgerkriegs durch Sulla nur zu erfinden.

Der klar definierte römische Begriff sub hasta venire, der nur mit 'öffentlicher Versteigerung' übersetzt werden kann,  wird bei Davidsohn durch die Gleichsetzung von 'Versteigerung' mit 'Zerstörung' negiert und ins Gegenteil verkehrt. (19)

(19)     Die hasta (‘Stange’, ‘Stab’) wurde bei öffentlichen Versteigerungen aufgesteckt zur Bezeichnung des Orts der öffentlichen, obrigkeitlichen Gewalt. Die hasta in dieser Bedeutung wurde hasta venditionis, der Vorgang der Versteigerung selbst sub hasta vendere bzw. venire (auch hastae subicere, hastam publicam accedere) genannt.
         Eine andere Bedeutung von sub hasta venire läßt sich in der römischen Literatur nicht nachweisen. (Vgl. die Belege im Thesaurus linguae latinae u. Georges ‘Ausführliches Lateinisch-Deutsches Handwörterbuch’, Band I, 8. Auflage, Gotha 1913 [Reprint Hannover 1988], Sp. 3013 f., s.v. ‘hasta’.)      

Davidsohn sieht sich zu dieser Umdeutung des Begriffes sub hasta venire dadurch berechtigt, daß er behauptet, Florus spreche anschließend von der Zerstörung Sulmos und diese Mitteilung gelte auch für die vorgenannten Städte. Doch berichtet Florus im folgenden Satz nur, daß die Bürgerschaft Sulmos, nicht aber ihre Stadt, 'vernichtet' (deleri) worden sei, (20) während Davidsohn das Wort civitas kommentarlos mit municipium gleichsetzt, obwohl Florus, wie im folgenden zu zeigen sein wird, diese Begriffe klar unterscheidet.

(20)     Das Wort deleri erlaubt keinen Rückschluß darauf, ob Sachen oder Personen ‘vernichtet’ worden sind, denn es wird für die Zerstörung von Städten oder Häusern (urbes, aedificia) ebenso gebraucht wie für die Tötung von Menschen (hostes, homines). 
(Vgl. Georges I, op.cit., Sp. 2011, s.v. ‘deleo’.)

Denn untersucht man die Bedeutung von civitas in den Epitome des Florus, so ist dieses Wort stets im Sinne von 'Einwohnerschaft' oder 'Bürgerschaft' gebraucht und in dieser Bedeutung im Unterschied zu den Bezeichnungen municipium, oppidum und urbs verwendet.

Einige Beispiele aus dem 2. Buch der Epitome mögen dies verdeutlichen: Florus spricht von der ‘Teilung der Bürgerschaft’ (bicipitem ex una fecerant civitatem; II, 5), ihrer Hoffnung (spes civitatis; ebd.), dem ‘Recht der Bürger’ (ius civitatis; II, 6), der ‘verurteilten Bürgerschaft’ (damnata civitas; II, 9), vom Terror, der auf die Einwohnerschaft ausgeübt wird (civitatem terrere; II, 10), von Emotionen innerhalb der Bürgerschaft (varius et multiplex motus civitatis; II, 13; und civitas lacrimas tenere non potuit; II, 16).

Wenn Florus aber den Ort oder die gebaute Stadt meint, ersetzt er das Wort civitas durch die Substantive urbs, oppidum und municipium. So bezeichnet er das Lokal mit Wendungen wie intra urbem (II, 6), ab urbe (ebd.),mediam urbem (ebd.), in urbe media (II, 9) urbe tota (II, 12) intra urbem (II, 13), ab oppido (ebd.) in parte urbis (II, 18), und wenn er von der Belagerung, Eroberung und Zerstörung der Städte spricht, gebraucht er Wendungen wie oppida direptione vastavit (II, 7), oppida diripiens (ebd.), de invadenda urbe (II, 8), ad urbium excidia (II, 10), obsidione urbium (II, 13), ad urbis praesidium (II, 17), oppidum magna vi repugnare (II, 23), capta urbs (ebd.), womit er immer die gebaute Stadt meint.

In diesen Zusammenhang gehört auch seine Mitteilung vom Glanz der vier italischen Landstädte (municipia Italiae splendidissima; II, 10), auf deren Zerstörung Sulla gerade verzichtete, weil er sie konfiszieren und versteigern wollte.

Davidsohns Behauptung, die Versteigerung von Florenz und dreier anderer Landstädte müsse „mit der Zerstörung gleichbedeutend gesetzt werden”, ist also in doppelter Weise falsch, denn mag man auch das Schicksal von Sulmo auf die vorgenannten Orte übertragen, so spricht Florus doch von der Vernichtung der Bürgerschaft dieser Stadt, und diese Mitteilung tangiert in keiner Weise die klare Bedeutung des Begriffes sub hasta venire, welche Sullas Vorgehen gegenüber Florenz und den anderen municipia klar definiert. (21)

(21)     Obwohl dies nicht ausdrücklich gesagt ist, legt die Konjunktion ‘nam’ die Interpretation nahe, das Schicksal der Einwohnerschaft von Sulmo, die Sulla töten ließ (civitatem iussit Sulla deleri) habe auch die Bürgerschaften der anderen konfiszierten Landstädte betroffen, deren Besitz dann sub hasta venit.

Davidsohns Versuch, die Nachricht einer öffentlichen Versteigerung des Florentiner municipium mit der erfundenen Mitteilung von dessen völliger Zerstörung gleichzusetzen, mündet am Ende in einer geschichtlichen Konstruktion, in der sich erfundene und überlieferte Nachrichten zu einer völlig widersprüchlichen Darstellung des Übergangs von der etruskischen zur römischen Florentia verbinden:

    „Andere Städte trafen die härtesten Kontributionen, Einziehung von Einzelvermögen, Zerstörung der Stadtburgen, Niederreißung der Mauern, aber Schwereres als alles dieses ward über Florenz verhängt, nämlich die Gesamtkonfiskation und zugleich mit der Einziehung allen Besitzes die vollständige Vernichtung. Grund und Boden der Stadt, wie die Aecker der Bürger kamen zur Versteigerung und werden hier wie überall Günstlingen Sullas und seiner Offiziere zugefallen sein, oder den Spekulanten, die als Marodeurs des Bürgerkrieges durch Ankauf von Konfiskationsgütern und Besitzthümer der Geächteten ungeheure Reichthümer zusammenrafften. Fortan ging der Pflug über die Stelle, wo ein Jahrhundert eine blühende Stadt gestanden hatte.“  (22)

(22)     Davidsohn, Geschichte I, 1896, S. 6 f.; Herv., G.S.

Die Widersprüchlichkeit von Davidsohns Geschichtskonstruktion zeigt sich wie in einem Brennpunkt in der Formulierung: „zugleich mit der Einziehung allen Besitzes die vollständige Vernichtung”, denn eine vollständige Vernichtung macht die Einziehung allen Besitzes überflüssig, und der Vorgang des sub hasta venire schließt die systematische Zerstörung des Ortes, der versteigert werden soll, gerade aus. Demgegenüber berichtet Florus an anderer Stelle durchaus von Zerstörungen einzelner Städte, die er dann aber mit ‘vastare’ umschreibt (oppida miserabili direptione vastavit; II, 7), wobei er - wie ausführlich dargelegt - nicht das Wort civitas, sondern die Bezeichnung oppidum (bzw.urbs) gebraucht.

In seiner geschichtlichen Rekonstruktion der ursprünglichen Entstehung von Florenz berichtet Davidsohn weiter (ohne Quellenbeleg) davon, daß „der Pflug über die Stelle (ging), wo ein Jahrhundert eine blühende Stadt gestanden hatte”. Mit dieser Aussage unterstellt er, daß jedenfalls eine Agrarkolonie aus der zerstörten Siedlung hervorgegangen sein muß. Diese Konsequenz, die sich aus seiner eigenen Darstellung ergibt, negiert er jedoch gleich anschließend und verwirft am Ende jede Vorstellung einer römischen Ansiedlung auf dem von Sulla eingezogenen und versteigerten Gebiet. Unter Hinweis auf den - bei Polizian zum ersten Mal erwähnten - Liber Coloniarum und auf Plinius (23) stellt Davidsohn die These auf:

    „An den Namen Cäsars ist ein anderer glänzender Name geknüpft, der von Florenz; ihm verdankt die Stadt (...) die Entstehung. Unter dem Namen des 23 Jahre vorher verwüsteten Municipiums wurde etwa um das Jahr 59 eine römische Kolonie von geringem Umfange an neuer Stelle errichtet (...).” (24)

(23)     Vgl. Historia Naturalis, III, 5, 52, ed. Mayhoff, S. 252.; vgl.Davidsohn, Geschichte I, S. 8.

(24)     op.cit., S. 9.

Welchen Grund Caesar bzw. die Administratoren der ‘lex Iulia’ gehabt hatten, ihre neue Kolonialgründung, welche eine konfiszierte etruskische Siedlung zur Voraussetzung hatte, nach dem Namen einer „vollständig vernichteten” Landstadt zu benennen, bleibt nach Davidsohns Bericht ganz und gar rätselhaft. Seine Darstellung der Gründungsgeschichte von Florenz steht und fällt mit der Voraussetzung, die etruskische Florentia sei im Bürgerkrieg von Sulla nicht enteignet und neu besiedelt, sondern völlig zerstört worden. Doch begründet er diese Auffassung anhand eines Quellenzitats, aus dem gerade das Gegenteil, die Versteigerung und damit Erhaltung der etruskischen Kolonie hervorgeht.

Und so ist Machiavellis These vom materiellen Fortbestand einer etruskischen Marktsiedlung als Ausgangsbasis für die Neugründung von Florenz zur Zeit der späten Republik entgegen einer verbreiteten, an Davidsohn orientierten Forschungsmeinung keineswegs widerlegt.

Sieht man Machiavellis Darstellung der Florentiner Ursprungsgeschichte vor dem Hintergrund der vorhergehenden Historiographie, so verbindet sich in ihr die Überlieferung von einer etruskischen Siedlung Florentia mit den Berichten eines Leonardo Bruni, Giovanni da Prato und Polizian zu einem ganz neuen Gesamtbild von der frühen Entwicklung der Stadt, in welcher der römische Anteil (die Verteilung oder Versteigerung von Kolonialland an römische Soldaten zur Zeit Sullas und der Triumvirn) nur als Zuwachs (questo augumento) einer fortbestehenden etruskischen Kommune erscheint.

Daß diese Vergrößerung des Florentiner Marktfleckens am Arno durch Neuansiedlungen römischer Veteranen dem Ort ein halbes Jahrhundert später bereits den Umfang einer Stadt verschafft habe, entnimmt Machiavelli den (im Kapitel zu den Anfängen von Florenz bereits erwähnten) Annalen des Tacitus, einer Quelle, welche die früheren Geschichtsschreiber noch nicht ausgewertet hatten:

    ‘Schon zu Tiberius‘ Zeiten war ihre Verfassung [sc. die von Florenz] gleich jener der übrigen italienischen Städte. Tacitus erwähnt, daß Gesandte von ihnen [sc. der Florentiner] zum Kaiser kamen (im Jahre 17 n. Chr.) mit der Bitte, daß die Wasser der Chiana nicht nach ihrer Gegend hingeleitet werden möchten (...).’  (25)

(25)     Machiavelli, ed. Kluxen, S. 78.
     („(...) perché di già ne’ tempi di Tiberio secondo il costume delle altre città d’Italia si governavano, e Cornelio referisce essere venuti oratori Florentini allo imperadore a pregare che l’acque delle Chiane non fussero sopra il paese loro sboccate”;  Machiavelli ed. Montevecchi, S. 342.)
     Vgl. die Quelle bei Tacitus:
     „Actum deinde in senatu ab Arruntio et Ateio an ob moderandas Tiberis exundationes verterentur flumina et lacus, per quos augescit; auditaeque municipiorum et coloniarum legationes, orantibus Florentinis ne Clanis solito alveo demotus in amnem Arnum transferretur idque ipsis perniciem adferret. (......). seu preces coloniarum seu difficultas operum sive superstitio valuit, ut in sententiam Pisonis concederetur, qui nil mutandum censuerat.”   (Annales I, 79, ed. Heller, S. 108 f., Herv.,G.S.)  

Aufgrund derselben Quelle vermag Machiavelli die unter seinen humanistischen Vorgängern viel erörterte Frage, ob der frühere Name von Florentia nach dem Bericht des Plinius ursprünglich ‘Fluentia’ gelautet habe, ganz einfach zu lösen.
   Er bezeichnet es als unwahrscheinlich, daß dieselbe Stadt zur selben Zeit zwei verschiedene Namen geführt habe - ‘Florentia’ (bei Tacitus und Frontinus) und ‘Fluentia’ (bei Plinius) - und zieht daraus den naheliegenden Schluß, daß die Bezeichnung ‘Fluentini’ bei Plinius eine bloße Verschreibung späterer Kopisten für ‘Florentini’ sein müsse, eine Auffassung, welche die moderne philologische Forschung unisono akzeptiert hat.   (26)

(26)     „(...) quello vocabolo « Fluentini » conviene che sia corrotto, perché Frontino e Cornelio Tacito, che scrissono quasi che ne’ tempi di Plinio, gli chiamono Florenzia e Florentini; (...).”         
(Machiavelli, ed. Montevecchi, S. 342.)

Zeigt sich an dieser Argumentation Machiavellis, daß er nicht nur die großen historischen Zusammenhänge der Stadtgeschichte aufgrund der Überlieferung zu einem konsistenten Bild zu vereinen bemüht ist, sondern auch Einzelfragen der Florentiner Frühgeschichte, wie die erste Namensgebung der Stadt, kritisch bespricht, so erhebt sich vor dem Hintergrund der vorangehenden Geschichtsschreibung die Frage, wie denn der Autor denjenigen Bau beurteilt, der seit Villani in allen Geschichtsdarstellungen den antiken Ruhm von Florenz verkörpert hat. Und hier ergibt sich der erstaunliche Sachverhalt, daß Machiavelli, welcher doch auch der Legende - so der vom Wiederaufbau von Florenz unter Karl dem Großen - einen Platz in seiner Darstellung einräumt, das Wahrzeichen der Stadt mit Stillschweigen übergeht:

In Machiavellis Gründungsgeschichte findet sich keine Erwähnung, kein einziger Hinweis auf das Florentiner Baptisterium und dessen Tradition als ehemaliger Marstempel. Die patriotische Verklärung des Ursprungs der Stadt - Florenz als Tochtergründung und ebenbürtige Nachfolgerin Roms -, welche den Darlegungen eines Salutati, Bruni, Giovanni da Prato und Polizian zugrundelag, macht in der Geschichtsdarstellung des Machiavelli zum ersten Mal pragmatischen Überlegungen Platz, welche die Legenden zwar nicht durchweg verwirft, aber bei der grundlegenden Frage der Entstehungsgeschichte auf ökonomische Motive und politische Voraussetzungen rekurriert, um auf diese Weise zu einem konsistenten Bild vom geschichtlichen Ursprung der Stadt Florenz zu gelangen. 

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